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Die Intersiggeschichte

Dies ist eine Geschichte von Menschen mit einer Vision, mit Durchsetzungsvermögen, für die kein Berg zu hoch und kein Meer zu tief ist.
Dies ist eine Geschichte von Unternehmern, überzeugt von ihrem Erfindungsgeist und ihrem Können.
Dies ist eine wahre Geschichte von Familienbetrieben im Stahlverarbeitungsgewerbe.
Dies ist die Geschichte von Intersig. Oder: wie sich ein bescheidenes flämisches Unternehmen zur Weltspitze hochgearbeitet hat.

Es beginnt mit Bevisol

In den Sechziger Jahren des vorigen Jahrhunderts gründet Alfons Jansegers im ostflämischen Wieze das Unternehmen Bevisol. Bevisol ist die Abkürzung von Béton Vibré Solide. Also: solider Rüttelbeton. Dieser Rüttelbeton, der an der Basis des jetzigen Intersig liegt, hat eine bemerkenswerte Entstehungsgeschichte.
Vor nahezu hundert Jahren goss ein niederländischer Bauunternehmer – Gerrit Lieve – Betonböden in Scheunen. Als eines Tages das Rad seines Schubkarrens den Geist aufgab, reparierte er dies mit einem Seil voller Knöpfe. Dadurch rüttelte der Schubkarren natürlich enorm. Die Masse Mörtel, die sich in der Wanne des Schubkarren befand, verdichtete sich sofort. Der Beton kam stärker aus dem Schubkarren als davor. Im Jahr 1932 meldete Gerrit Lieve ein Patent für diese Idee der Betonverdichtung an. Der Deutlichkeit halber: er patentierte das „Rütteln“, nicht die Reparatur dieses Rades! Das Rütteln ist noch stets durch das Patent 36029 geschützt.

Am Anfang war der Breitflachstahl

Bevisol erlangt rasch eine solide Reputation in der Region als Bauunternehmer und Betonfabrik. Bevisol wird auch ein Pionier in der Entwicklung von Breitflachstahl und dem dazugehörigen Gitterträger. Ein solcher Breitflachstahl besteht aus dick armierten, vorfabrizierten Betonplatten mit sichtbaren durchlaufenden Gitterträgern (1). Auf dem Breitflachboden werden ein Armierungsnetz (2) und eine Betonplatte gegossen, wodurch man einen monolithischen Betonboden erhält. Die Breitflachplatte bildet somit die unterste Schicht des Bodens, der mit einer Unterbewehrung versehen wurde. Auf diese Weise kann schnell gearbeitet werden, weil weniger Verschalung erforderlich ist und große Flächen werden mit einer Handlung abgedichtet. Um den eigenen Sigma-Träger zu produzieren, wurde dann die Gitterträgermaschine entwickelt. Bevisol hatte auch eine eigene Sigma-Lizenz.
Die wichtigsten Aktivitäten lagen auf dem Gebiet der Betonproduktion und des Maschinenbaus (für Träger). 1979 erhielt das Unternehmen ein Patent für einen Gitterträger für Betonbeläge.

Fokus auf Stahl

1983 wird Intersig als Hersteller von Gitterträgern (Bauträger und Abstandhalter) gegründet (3).
Wer sich fragt, woher der Name Intersig stammt, muss nicht weit suchen. Auf der Suche nach einem Namen mit Zukunftsvision, der gleichzeitig Respekt vor der Vergangenheit zeigte, landete man bei Inter von „International“ und bei Sig von „Sigma“.
Die Familie Jansegers behält 50 Prozent der Aktien von Intersig, und die andere Hälfte geht an Roeland Van Maercke. Die Wurzeln von Van Maercke, mit Sitz in Kluisbergen in den flämischen Ardennen, reichen bis ins Jahr 1850 zurück, als der Familienbetrieb noch als Bauunternehmer aktiv war. 1960 begann Roeland Van Maercke als Unternehmer der vierten Generation mit dem Bau von Appartements und Ladenpassagen. Ab 1970 spezialisierte er sich auf Industriebau.
Intersig erlebte einen Senkrechtstart. Im ersten Jahr – 1983 – werden sofort 951 Tonnen Gitterträger produziert.

Klein beginnen

Die Geschichte von Intersig war stets eine Geschichte über die Suche nach Chancen, über eine Dynamik, die mit sich bringt, dass sich das Unternehmen permanent weiterentwickelt.
Fünf Jahre nach der Gründung – im Jahr 1988 – investiert man in die ersten Zugbänke. Damit möchte Intersig selbst ausgehend von Walzdraht kaltgezogene Rollen in A-Qualität produzieren. Der Walzdraht wird in Wales angekauft. Der Absatzmarkt ist anfänglich lokal. Die gesamte Jahresproduktion betrug damals 3133 Tonnen. In dieser Periode befindet sich der Markt für Betonstahl in voller Entwicklung. Um keine losen Stäbe mehr schleppen zu müssen, wird allmählich auf automatisierte Bügelmaschinen umgestellt.

Auf der Suche nach Mehrwert

Die 1990er Jahre bleiben Jahre der Expansion. Intersig ist erfolgreich. Das Unternehmen ist – genauso wie jetzt – vor allem auf Export ausgerichtet. Rund 65% der Produktion sind für das Ausland bestimmt. Seit dem Beginn der 1990er Jahre werden Rollen und Stäbe nach Maß geschnitten und nach Frankreich und Deutschland geliefert.
Man investiert ständig in den Bau neuer Maschinen: Gitterträgermaschinen, Abwickelhaspeln, Drahtrollenklemmen…. Ende 1992 beträgt das Verkaufsvolumen rund 14.000 Tonnen.
Die tägliche Geschäftsleitung liegt in Händen von Rudy und Dirk Jansegers, den Söhnen von Alfons Jansegers. In dieser Periode wird der erste professionelle Verkäufer eingestellt.
Intersig sucht weiterhin eifrig nach Produkten mit einem größeren Mehrwert. Die Entwicklung der eigenen Mauerwerksbewehrung (Sigmafor) ist der erste Schritt.
1995 werden auch Handelsprodukte wie Betonstahl und Betonmatten im Programm aufgenommen. Auf diese Weise wird Intersig sowohl Hersteller als auch Händler von Betonbewehrungsstahl, der alle Produkte mit einer Ladung zum Kunden bringt.

Die Fabrik wird zu klein

Die Fabrik in Wieze mit einer Fläche von drei Hektar platzte damals aus allen Nähten. Im Jahr 1995 erwirbt Roeland Van Maercke zehn Hektar Grund in Dendermonde, auf dem Hoogveld, und baut dort ein nagelneues Gebäude mit einer Fläche von 60.000m².
1996 starb Alfons Jansegers, der Mann mit dem visionären Geist, der dreißig Jahre zuvor das Unternehmen aus dem Boden gestampft hatte. Gemeinsam mit Roeland Van Maercke setzen seine Söhne das Werk ihres Vaters unverdrossen dort.
1998 wird beschlossen, in Dendermonde selbst Matten zu produzieren.
Die 2000er Jahre beginnen sehr gut für Intersig. Es werden KOMO (4)-zertifizierte A-Halter produziert, es werden größere Längen angefertigt, und das kostet alles weniger Arbeit.
Im Jahr 2003 wird CKT als Straßenträger (Bauträger) entwickelt und wird unter anderem auf dem Ring rund Antwerpen sowie auf den Autobahnen E17, E 411 und E40 verwendet.
Im selben Jahr wird das Projekt Dendermonde abgeschlossen und bezieht Intersig, das gerade seinen zwanzigsten Jahrestag gefeiert hat, neue Büros.

Internationale Zusammenarbeit sorgt für Expansion

Sowohl Intersig in Belgien als auch Van Merksteijn in den Niederlanden produzieren das vollständige Sortiment, wodurch in beiden Betrieben keine volumenorientierte Optimierung möglich ist. 2004 beschließen beide Betriebe, zusammenzuarbeiten. Van Merksteijn erwirbt 50% der Aktien, die anderen 50% bleiben in Händen von Roeland Van Maercke. Dies schafft sofort Größenvorteile beim Kauf von Rohstoffen und der Optimierung der Fabriken durch die Zuweisung der Mattenproduktion an Alemlo und der Produktion von Trägern-/Abstandhaltern an Dendermonde.
2006 wird die neue Sigmafor-Platte entwickelt und wird Intersig Lizenzinhaber von Bekaert. Kaum ein Jahr später wird Dibat-France akquiriert, ein Unternehmen aus Metz, das sich auf die Produktion von Betonbalken für den französischen Markt spezialisiert.
2010 wird ein neuer und leichterer Dreiecks-Abstandhalter entwickelt, um den Markt weiter zu vergrößern.
Im Jahr 2011 startet der Bau von Intersig France in Saint-Pourçain. Dies wird eine alleinstehende Produktionsanlage für Matten und Rollen für den französischen Markt.
2012 wird ein neuer steckloser ZIG-ZAG Abstandhalter auf einer Hightech-Produktionsanlage entwickelt. Der stecklose Abstandhalter ist besser verschiebbar und somit sicherer. Durch die kompaktere Verpackung werden die Lastkraftwagen optimal beladen. Die Abstandhalter werden von Lettland bis Italien geliefert. Diese Träger sind übrigens das erste Produkt von Intersig, das patentiert wird und geben den Anstoß zur Investition in noch mehr Produkte mit Mehrwert.
2015 entwickelt Intersig einen neuen Draht. Dies wird der kaltgezogene Draht in B-Qualität. Dieser hat den Vorteil, dass er für den Kunden perfekt verarbeitbar ist. Und auch, dass der Kunde weniger abhängig wird von dem Draht, der aus der Walzerei kommt. Dadurch kann er es sich erlauben, mehr als eine Qualität auf Vorrat zu halten.

Die Zukunft

Intersig bildet gemeinsam mit Van Merksteijn eine starke Unternehmensgruppe, mit drei Produktniederlassungen in Belgien, Niederlande und Frankreich und überdies fünfzehn weiteren Niederlassungen, die über ganz Europa verteilt sind.
Die langfristige Vision und Zielsetzung von Intersig sind klar und deutlich:

  • Professionalismus in allen Unternehmensbereichen, und zwar bis in die kleinsten Details.
  • Der Aufbau und die aktive Pflege von Beziehungen mit den Kunden, die Intersig eher als Partner sieht, wobei kein Platz für Opportunismus ist, wohl aber für Transparenz und offene Kommunikation, mit der Schaffung einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten als einziges Ziel.
  • Permanente Investitionen in ständige Innovation, sodass Intersig seine Pionierrolle Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat erfüllen wird.
  • Effizienz in allem, was Intersig unternimmt.
  • Die Einhaltung eines ambitionierten, aber kontrollierten Wachstums, mit Aufmerksamkeit für menschliche Aspekte und Respekt vor der Umwelt.

Für Intersig ist die Zukunft stark wie Stahl!

Fußnoten

  1. Gitterträger sind dreidimensionale Fachwerkträger aus Betonstahl. Die Fachwerkträger sind dahingegen Träger, also unterstützende Balken, die aus Fachwerkteilen bestehen, mit dem Ziel, die Steifheit der Konstruktion zu vergrößern Und Fachwerk ist eine Konstruktion, bei der Balken und Stäbe ein System von Rechtecken oder Dreiecken bilden und die zu einem unerschütterlichen Ganzen verbunden werden.
  2. Eine Armierungsmatte ist ein Stahldrahtgitter, das in ein Fundament als Armierung zur Verstärkung des Betons gelegt wird.
  3. Ein Abstandhalter ist eine Art Block, der dafür sorgt, dass die Armierung in einer Betonkonstruktion die richtige Betondeckung erhält, indem die Armierung in einen bestimmten Abstand zur Verschaltung platziert wird. Abstandhalter können auch die Form eines Stabs, eines Streifens oder eines Rings haben.
  4. KOMO ist ein kollektives Gütesiegel, das im niederländischen Bau verwendet wird, sowohl beim Bau von Fabriken, im Zivilbau als auch im Grund-, Straßen- und Wasserbau.

 

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